Fünf Söhne

Fünf Söhne

[Text: Trad.; Deutschland]

 
Text:

Fünf Söhne
Ik heff se nich op de Scholen gebracht,
Ik heff nich einmal över se gelacht.
Se gahnt nich speelen op de Straten.
Ik heff se op de wilde See gesandt,
Ehren levesten Vader to söken.

De Een, de starv den bitteren Doht,
De Anner, de starv von Hunger so groht,
De Drüdde, de wart gehangen.
De Veerde, de bleev op de wilde See doht.
De Fiefte flut achter dem Lande.

Un as se nu op den Kerkhoff kam,
Dor reip se Gott eren himmelischen Vader an
Un bedet all mit Fliete,
Dat er Gott wull de Sünnen vergewen
Un halen er in sien Rike.
(Altniederdeutsch)

 
Übersetzung:

Fünf Söhne
Ich habe sie nicht auf die Schule gebracht,
Ich habe nicht einmal über sie gelacht.
Sie gingen nicht spielen auf der Straße.
Ich habe sie auf die wilde See gesandt,
Ihren liebsten Vater zu suchen.

Der Eine starb den bitteren Tod,
Der Andere, der starb an Hunger so groß,
Der Dritte, der wurde gehangen.
Der Vierte, der starb auf der wilden See.
Der Fünfte flüchtete auf das Land.

Und als sie nun auf den Kirchhof kam,
Rief sie Gott ihren himmlischen Vater an
Und betete mit allem Fleiß,
Dass Gott ihr die Sünden vergeben
Und sie in sein Reich holen solle.

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